Rezension: Liebe auf den zweiten Blick / Sands, Lynsay

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LIEBE AUF DEN ZWEITEN BLICK
SANDS, Lynsay



Buchzusammenfassung

Clarissa, die ohne Brille kaum sehen kann, darf von ihrer biestigen Stiefmutter aus keine Brille tragen, denn diese fürchtet, dass Clarissa mit Brille keinen Ehemann finden wird. So tappt Clarissa von einem ins nächste Fettnäpfchen. Doch dann trifft sie auf den Earl of Mowbray, Adrian Montfort, der sich von ihrer Tollpatschigkeit nicht abschrecken lässt.



Umschlag des Buches


Die Farben harmonieren miteinander, fügen sich perfekt. Den Titel finde ich absolut passend, und die Brille auf dem Cover rundet alles schön ab. Diese grüne Farbe ist wirklich schön anzusehen, nicht allzu aufdringlich, auch ein wenig romantisch.


Der Schreibstil


Hier kann ich leider nur den Kopf schütteln, wenn die Übersetzerin für diese fürchterlichen Sätze verantwortlich ist, und sollte sie wirklich verantwortlich für dieses Grauen sein, so bete ich den Verlag auf Knien an, dass er diese Übersetzerin für Romane, die in der heutigen Zeit spielen, einsetzt und nicht für Romane aus dem frühen 19. Jahrhundert. Denn hier gab es Redewendungen, bei denen ich mir sicher bin, dass diese damals noch nicht benutzt wurden, so wie manches Wort. (Dies sollte kein Angriff gegen die Übersetzerin sein, sondern eine winzige Empörung). 

Gebraucht die Autorin jedoch diese Wörter und Redewendungen, muss ich sagen: Dies passt absolut nicht zu der damaligen Redensweise! Und das ist an manchen Stellen wirklich schrecklich nervenaufreibend, so dass ich ziemlich wütend war. 

Der Inhalt

Zuallererst ist dies ein romantischer Roman, doch zum Ende hin entwickelt er sich zum Krimi. Obwohl ich Krimis nicht mag, hatte ich hier doch Spaß. Jedoch war ich ein wenig von dieser langen Suche nach dem Verdächtigen (dem ich bereits seit Mitte des Buches nicht mehr recht vertraut hatte) genervt. Denn: Es ist beinahe scheinbar, greifbar! Selbst wenn man Dinge außer Acht lässt, die Adrian nicht miterlebt hat. Diese Ungeduld machte mich wahnsinnig. Kannte ich doch schon den Täter, und ärgerte ich mich über das Unwissen der Personen. Nur das Motiv konnte ich nicht erraten, was mir dann die Langweile raubte und Spannung erzeugte. 

Hier kann man sich schon denken, dass es im Buch nicht langweilig wird. Immer geschieht irgendetwas. Und durch den Humor, der in manchen Szenen sehr erkennbar auftritt und einen durch das Buch trägt, vervollständigt sich der Lesespaß.
Manche Szenen sind unglaublich witzig, und so musste ich mir öfters das Lachen verbeißen. Was mir sehr schwer fiel... 

Die Charaktere


Die Protagonisten haben ihre eigenen Schwächen und Stärken, gefielen mir im Großen und Ganzen gut. Was mich jedoch an manchen Stellen wirklich störte, war dieses ständige Zweifeln, welches besonders am Ende vorkommt: Liebt er mich, liebt sie mich? Liebe ich sie, liebe ich ihn? Liebt er mich mit Brille, ohne Brille, mit Narbe, ohne Narbe? Und dieses Zweifeln ging von beiden aus! Ein Graus für mich, die solche Dinge, die immer wieder aufgeschoben werden, nicht leiden kann! 


Da Clarissa nichts über Aufklärung weiß, ist es lustig, wie sie all ihre Fragen stellt, neugierig und wissbegierig, und wie Adrian ihnen ausweicht. Dies gefiel mir sehr, da es auch Clarissa von einer Seite zeigt, die sie als Person noch interessanter gestaltet.

Zwischen den beiden Hauptprotagonisten, Clarissa und Adrian, herrscht seit dem ersten Satz, die die beiden wechseln, Harmonie. Dies fand ich schön, denn ein Roman, in dem sich beide nur streiten, verliert für mich irgendwann an Reiz. Es ist eine nette Abwechslung, dennoch wünschte ich mir manchmal ein wenig Zwietracht, da diese Zweisamkeit sofort erkennbar ist, und die Romantik somit doch ein wenig verschwindet. 

Das Ende    

Gerade noch wird ein Verdächtiger (hierauf gehe ich nicht weiter ein, denn es würde den Lesespaß etwas reduzieren) gejagt, und schon befindet man sich am Ende, was jedoch keine negative Kritik von mir hervorbringen lässt. Das Ende, so kurzfristig, ist gelungen, da es mit einem Spannungsbogen aufwartet und mit nicht allzu vielem Schnickschnack, das das Lesen zur Qual werden lassen könnte. Denn: Wer möchte schon ein Buch lesen, dessen Geschichte erzählt wurde, und doch nicht zum Ende kommt? Lieber ein schnelles Ende mit kurzen, letzten Sätzen und Erklärungen... 

Fazit

Ein Roman, in dem die Romantik am Anfang vorhanden ist, jedoch zum Ende hin mehr Ähnlichkeit mit einem Krimi gewinnt. Sympathische Personen, eine spannungsreiche Geschichte, die jedoch mit mehr Tiefgang aufwarten könnte. Dennoch harmoniert alles miteinander. 

4/5    

Titel: Liebe auf den zweiten Blick
Autor(in): Lynsay Sands
Verlag: LYX Egmont             Preis: 9,99Euro (Taschenbuch)

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