'André und Ursula'

Reaktionen:  
Eine Woche vergangen, ein Wochenende beginnt... 
Welch Erleichterung! 

Ich möchte euch gerne von einem Roman erzählen, den ich durch Zufall gefunden habe und der mich wirklich wahnsinnig interessiert hat. 
Das Buch habe ich ungefähr bei der Hälfte unterbrochen, weil mich wichtige Dinge für sich eingenommen haben, aber... es gefällt mir wirklich, wirklich gut! 
Es heißt 'André und Ursula', erschien erstmals 1937 und dann, in einer Neuauflage, 1948. Es ist ein pazifistisches Buch, das damals ein Versuch für die Verständigung zwischen Frankreich und Deutschland sein sollte. Polly Maria Höfler war wohl eine NS-Sympathisantin, sah in Hitler jedoch einen Friedensbringer, der zwischen Frankreich und Deutschland Versöhnung schaffen würde. Polly Maria Höfler entschuldigte sich im Vorwort der Neuauflage für ihre naive Gläubigkeit. 
Sie lebte von 1907 bis 1952. 

Zum Buch:

Ursula Hartmann findet in einem Schreibtisch, der ihrem Vater gehörte und den sie geerbt hat, das Tagebuch des französischen, gefallenen Soldaten André Duval. Dieser schrieb seine Erlebnisse an der Front auf. Er sprach über die Schützengräben, über die Angst und über den allgegenwärtigen Tod. Irgendwann brechen seine Aufzeichnungen ab, und Ursula, die bemerkt hat, dass sich in ihr zarte Gefühle für diesen jungen Soldaten regen, versucht den Verwandten dieses Tagebuch zu schicken. Und es stellt sich etwas Wunderbares heraus...

Mein Gott, es ist wirklich sehr schwierig dieses Buch zusammenzufassen, ohne zu viel über den Inhalt zu verraten. 
Die Geschichte ist sehr interessant, dieser altmodische Schreibstil fängt mich immer ein, und ich sinke gerne in diese vergangenen Zeiten, auch wenn sie wahrlich nicht glücklich waren. Es ist ein Genuss, der Autorin zu folgen.
Und durch das Vorwort erkennt man deutlich das Entsetzen Höflers. Ihre Worte künden von Trauer, Zerstörung. In jedem Satz merkt man, wie sehr ihr der Krieg zugesetzt hat. 
Entsetzlich mit welcher Unfassbarkeit sie den Krieg beschreibt.

Ich möchte euch das Buch ans Herz legen. So kommt man den Eindrücken eines Kriegsüberlebenden näher und verliebt sich von Neuem in den Frieden, den man oft vergisst.

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